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Zyklon DORA03.02.2007 05:45
Im südlichen Indischen Ozean ist derzeit Spätsommer. Das ist die Saison für Tropische Wirbelstürme, die in dieser Region nicht wie im Atlantik Hurrikane, sondern Zyklone genannt werden.
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Derzeit befindet sich mitten auf dem Ozean in sicherer Entfernung von über 1000 km östlich von Mauritius der Zyklon DORA und wütet dort mit Windböen bis 250 km/h. DORA erreicht heute voraussichtlich seinen Entwicklungshöhepunkt. In seiner Umgebung wird mit über 12 Meter hohen Wellen gerechnet.
Die Abbildungen 1 bis 4 zeigen Satellitenbilder verschiedener Spektralbereiche, aufgenommen von Meteosat 5, der über dem Indischen Ozean steht. Abbildung 1 zeigt eine Aufnahme im sichtbaren Spektralbereich von Freitag Nachmittag (MEZ). Im linken Bereich ist deutlich Afrika zu erkennen. Zyklon DORA befindet sich im unteren Bereich fast genau in der Mitte des Bildes. Ein Auge ist andeutungsweise zu erkennen. Außerdem deutlich zu sehen sind Ketten von Gewitterwolken, die südöstlich und nordwestlich von DORA weglaufen.
Abbildung 2 zeigt eine ähnliche Aufnahme von heute früh. In Afrika ist noch Nacht. Das Auge von DORA ist jetzt bei dem flachen Sonnenstand deutlich zu erkennen. Noch deutlicher wird das Auge im infraroten Spektralbereich (Abbildung 3) als dunkler Punkt inmitten des fast kreisrunden Zyklons. In diesem Bild gilt: je heller desto kälter. Rechts unten am Bildrand erkennt man übrigens deutlich den Westen Australiens, der warm ist und deshalb viel dunkler erscheint als der Ozean.
Schließlich zeigt Abbildung 4 noch eine Aufnahme im Wasserdampf-Spektralbereich. Dunkle Bereiche bedeuten trockene Luft, helle Bereiche dagegen feuchte. Wieder deutlich zu erkennen ist das trockene Auge, sowie einzelne helle Flecken um DORA, das sind Gewitterwolken. Aber auch eine sehr trockene Zone nordwestlich des Kerns fällt deutlich auf.
DORA ist nach ANITA, BONDO und CLOVIS der vierte Zyklon dieser Saison im südlichen Indischen Ozean. Bei Wassertemperaturen von 28 bis 30 Grad (siehe Abbildung 5) herrschen derzeit in dieser Region ideale Bedingungen zur Entstehung weiterer Wirbelstürme.
Von: Marco Radke-Fretz
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