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Trübe Stimmung19.10.2008 04:57
Wetterumschwünge und die sich rasch verkürzende Tageslänge machen jedes Jahr im Herbst Millionen Menschen zu schaffen. 10 bis 15 Prozent aller Deutschen leiden an einer sogenannten Saisonal Abhängigen Depression (SAD), besser bekannt als Herbstdepression. Die Symptome sind gesteigerte Müdigkeit, Desinteresse und Lustlosigkeit.
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Hauptgrund ist das fehlende Licht. Derzeit verkürzt sich jeden Tag die Tageslänge um etwa 4 Minuten! Abbildung 2 zeigt die Tageslänge in ganz Mitteleuropa für den heutigen Sonntag. Im Norden Deutschlands ist der Tag 10 Stunden und 15 Minuten lang, ganz im Süden 23 Minuten länger. Süditalien und Griechenland dürfen sich über weitere 22 Minuten freuen.
Diese Differenz zwischen Norden und Süden steigert sich übrigens noch bis in den Dezember. Abbildung 3 zeigt die Tageslänge am kürzesten Tag, dem Winteranfang: ganz im Norden ist der Tag 7:15h lang, ganz im Süden 8:23h, der Unterschied zwischen den nördlichsten und südlichsten Regionen Deutschlands beträgt also nun über eine Stunde! Griechenland hat noch eine Stunde mehr zu bieten.
Doch was hat Licht mit unserer Stimmung zu tun?
Das Licht regelt im menschlichen Körper die Bildung des Hormons Melatonin. Dieses reguliert den Schlaf- und Wachrhythmus des Körpers. Je länger es dunkel ist, desto mehr Melatonin wird ausgeschüttet. Man fühlt sich schlapp und schläfrig. Auch des Hormon Serotonin wird vermehrt gebildet. Dieses wird für depressive Verstimmungen verantwortlich gemacht.Und was kann man dagegen tun?
Viel Licht,Luft und Bewegung helfen. Halten Sie sich viel im Freien auf. Frische Luft belebt den Körper. Im Büro und zu Hause sollten Sie darauf achten, sich in hellen Räumen aufzuhalten. Auch eine Kerze kann Wunder wirken, da sie eine angenehme Stimmung verbreitet.Wenn möglich, verzichten Sie im Herbst darauf, Höchstleistungen vollbringen zu wollen. Der Mensch ist keine Maschine, die ein ganzes Jahr eine konstante Leistung bringt. Auch ein Urlaub in Südeuropa wäre eine Überlegung wert. Warum immer im Sommer in den Süden fahren, wenn es dort ohnehin viel zu heiß ist?
(Abb. 1 von joerpe, bestimmte Rechte vorbehalten.)
Von: Marco Radke-Fretz
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