Sturmtief XAVIER zieht auf

04.10.2017 erstellt von Andreas Wagner

Das kleine, aber intensive Sturmtief XAVIER erreicht Donnerstagmorgen die Deutsche Bucht und zieht bis zum Abend schnell bis Südpolen. Das sorgt für einiges an Wetter...

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Sturmtief XAVIER - klein aber Oho!

XAVIER erreicht am Donnerstagmorgen die Deutsche Bucht. Es zieht recht schnell und liegt mit seinem Kern schon mittags knapp südlich von Hamburg. Dabei nimmt es Kurs Richtung Südosten. Schon am Nachmittag wird es bei Berlin eintreffen und abends schon über Polen angekommen sein. Da alles recht schnell gehen kann, und deshalb auch noch Überraschungen bei den Böen möglich sind, sind die Kollegen der Unwetterzentrale rund um die Uhr im Einsatz für www.unwetterzentrale.de.

Südlich des Kerns stürmisch

Vor allem an der Südflanke von Tief XAVIER wird es stürmisch. Von Ostfriesland über den Süden Niedersachsens sind für wenige Stunden Spitzenböen mit Tempo 110 km/h und mehr möglich. Also zumindest orkanartige Böen. Auch von Sachsen-Anhalt bis nach Sachsen muss mit orkanartigen Böen gerechnet werden. Dies gilt ebenso für die höchsten Berglagen von Sauerland, Rhön, Thüringer Wald und das Erzgebirge. Auf dem Brocken im Harz ist auch volle Orkanstärke mit Böen von etwa 150 km/h möglich.

Nördlich des Kerns Starkregen

Nördlich des Tiefzentrums regnet es gebietsweise länger anhaltend und kräftig. Streckenweise kann es zu Überflutungen und Aquaplaning durch den Regen kommen. Immerhin sind in Schleswig-Holstein rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Nach Süden abgeschwächt

Weiter nach Süden sind die Ausläufer von XAVIER abgeschwächt. In Franken kommen die Regenwolken am Nachmittag an begleitet von Böen der Stärke 7 bis 9. Der Alpenrand wird erst am Abend von Regen und stürmischen Böen erfasst, in den Bergen sind aber auch hier Sturmböen sehr wahrscheinlich.

Zurück bleibt kühle Schauerluft

Nach XAVIER verbleibt Deutschland in einer eher nordwestlichen Strömung mit der wechselhaftes und kühles Schauerwetter Einzug erhält. Ein stabiles Altweibersommerhoch ist vorerst nicht in Sicht.

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