Die Wintersaison hat begonnen

02.11.2016 erstellt von Maria Frädrich

Bei uns Meteorologen der MeteoGroup hat die Wintersaison gestern am 01. November offiziell begonnen, aber kommt dann jetzt auch der Winter?

  • teaser

Bis jetzt hatte man noch nicht viel von Winter gespürt, nur in den höchsten Lagen der Mittelgebirge gab es im Oktober um den 21. herum bereits Schnee. So meldete als erstes der Brocken am Morgen des 20.10.2016 3 cm und am 22.10. schon ganze 16 cm. Aber auch im Erzgebirge, Thüringer Wald und Schwarzwald wurden auf den höchsten Bergen 1 bis 7 cm gemessen. Aktuell liegt nichts mehr davon, aber wie sieht es denn nun aus in Punkto Winter?

Kommt der Winter?

Wie der Winter 2016/2017 ausfallen wird, werden wir wohl erst Ende März genau sagen können, aber schauen wir uns doch mal die nächsten paar Tage an. Hinter der Kaltfront von Tief GISI, die uns in der Nacht von Nord nach Süd überquerte, fließt nun doch spürbar kältere Luft aus polaren Breiten zu uns. So liegt der Höchstwert für Deutschland heute nach dem nochmals teils sehr milden Dienstag (Spitzenreiter war Fischen im Allgäu mit 20,5 Grad) „nur“ noch bei 13 Grad. Häufig steigt die Temperatur nicht mal in den zweistelligen Bereich. Dazu sinkt die Schneefallgrenze im Harz, Erzgebirge, Fichtelgebirge und teils auch im Thüringer Wald auf 500 bis 600 m. Dort werden in der Nacht auch noch weitere leichte Niederschläge erwartet, so dass es mitunter auf den Bergen für den einen oder anderen Zentimeter Schnee reichen könnte.

Glatte Straßen am Morgen

Aber auch Autofahrer sollten morgens auf dem Weg zur Arbeit vorsichtig sein, denn die Temperatur geht auf +5 bis -3 Grad zurück und zudem kann der Himmel im Nordosten und Südwesten zeitweise aufklaren. So kann sich zum Morgen hin vor allem auf Brücken Reif bilden und wenn es vorher noch etwas Regen gab, ist auch Glätte durch Gefrieren nicht ausgeschlossen. Da wir uns aber erst am Anfang des Winters befinden, spielt der noch warme Erdboden der Glätte entgegen und wärmt sozusagen von unten. Bei Brücken fehlt dieser Effekt natürlich, was diese zu besonderen Gefahrenquellen macht, vor allem da die meisten von uns wohl noch nicht auf Glätte eingestellt sind. Also aufgepasst!

Wie geht es weiter?

Mit der Temperatur geht es langsam bergab, so werden am Sonntag landesweit nur noch einstellige Höchstwerte erwartet und die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht zum Montag teils bis auf 200 – 300 m ab. Zudem erwarten wir nach jetzigem Stand dann in der Südosthälfte Niederschläge, die mitunter auch schon mal für eine weiße Überraschung am Morgen sorgen könnten. Ob davon aber sich tagsüber dann viel halten wird, ist fraglich, da wie schon angesprochen der Boden noch sehr warm ist. Wir halten euch natürlich über die Entwicklungen in Sachen Winter auf dem Laufenden.

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