Eisflaute in der Arktis?
Jährliche Schwankungen der Eisbedeckung
In der Öffentlichkeit wurde zuletzt heftig über den Klimawandel diskutiert, der teilweise auch schon als "Klimakatastrophe" bezeichnet wird. Wie wirkt sich die aktuelle Erwärmung des Weltklimas auf die besonders empfindliche Arktis, genauer gesagt auf die Eisbedeckung des Nordpolarmeeres, aus? Dazu soll ein Vergleich der Eisausdehnung am 8. Dezember für drei verschiedene Jahre gemacht werden: 2007, 2003 und 1999. In Abbildung 1 erkennt man, dass es in diesem Jahr besonders im Bereich der Beringsee große eisfreie Flächen gibt. Dafür ist die Hudsonbay schon stärker zugefroren als 2003 bzw. 1999. Ein dramatischer Eisverlust ist seit 1999 (am 8. Dezember) also nicht zu erkennen.
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Eisfläche im September so klein wie nie
Beeindruckender sah da schon die geringe Vereisung am 10. September diesen Jahres aus, die einen neuen Rekord seit den Aufzeichnungen darstellt (Abbildung 2). Modellrechnungen gehen nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven davon aus, dass der arktische Ozean bereits in weniger als 50 Jahren während der Sommermonate vollständig eisfrei sein könnte. Ob diese Entwicklung jedoch auch tatsächlich eintrifft, ist noch nicht sicher. Wie es am Ende eines Winters aussieht, kann man ebenfalls in Abbildung 2 erkennen. Hier zeigt sich, wie weit der Golfstrom nach Norden vorstößt und das Seegebiet bis Spitzbergen und Nowaja Semlja eisfrei hält.
Quelle der Abbildungen:
http://www.awi.de/de/
http://www.abmcdonald.freeserve.co.uk/north.htm
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