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    Zwischenbilanz des Wintereinbruches

     
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    (1) Radarbild um 6:45 MEZ: Die "dicksten" Schauerstraßen waren zu diesem Zeitpunkt über Bremen und dem Saarland zu finden

    (2) Gemessene Neuschneehöhen (cm) um 7 MEZ und Schneehöhen-Vorhersage nach ECMWF zum gleichen Zeitpunkt

    (3)Gemessene Neuschneehöhen (cm) um 7 MEZ und Schneehöhen-Vorhersage nach ECMWF zum gleichen Zeitpunkt

    (4) 22.11.2008 in Arnheim, Niederlande, fotografiert von Suzanne Marije Cornelissen

    (5) 24-stündige (Neu-)Schneemengen-Vorhersage (cm) von Sonntag bis Mittwoch

    Zwischenbilanz des Wintereinbruches
    22.11.08 04:52

    Wie die meisten mit eigenen Augen beobachten konnten, hält der Winter seit gestern in weiten Teilen Deutschland Einzug und das bedeutet nicht nur tagsüber kalte Temperaturen und Nachts Frost, sondern auch verbreitet Schneefall - weniger zur Freude der Autofahrer, aber dafür der Kinder. Wie viel ist aber tatsächlich gefallen?

    Mancher mag es noch nicht glauben - der Winter hält Deutschland im Moment fest im Griff. Welche Wetterlage zu diesem Wintereinbruch geführt hat, wurde bereits besprochen: Hinter Sturmtief "Irmela", welches nun bis zum Baltikum gezogen ist, fließt nachfolgend die arktische Kaltluft ein. Darin eingelagert sind erneut teils kräftige Schneeschauer, die örtlich für einen weiteren Neuschneezuwachs sorgen dürften.


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    Bremen 14 cm Neuschnee

    Bemerkenswert waren vor allem die Schauerstraßen, die auch Orten weit an der Küste teils erhebliche Mengen an Neuschnee brachten, wie das Radarbild von 6:45 MEZ zeigt (Abbildung 1). Spitzenreiter im Norden war bisher Bremen, dort wurde um 7 MEZ eine bemerkenswerte Schneedecke von 14 cm gemessen. Aber auch in weiten Teilen Deutschlands dürften viele mit einem Staunen heute Morgen aus dem Fenster geblickt haben, denn verbreitet lagen teils ein paar Zentimeter Schnee (siehe Abbildung 2).

    In Serbien massiver Temperatursturz und Schnee

    Nicht weniger gestaunt haben dürfte Südserbien: Mitternachts wurden dort zum Teil noch Werte um 15°C gemessen, drei Stunden später wurden nach Passage der Kaltfront nur noch 1°C und dazu am frühen Morgen eine Schneedecke von 9 cm gemessen (siehe Abbildung 3)! Auch in Teilen der Niederlande (Abbildung 4) und dem Baltikum gab es zumindest zeitweise eine geschlossene Schneedecke.

    Weiterer Neuschnee

    Auch im weiteren Verlauf des Wochenendes ist mit Schnee zu rechnen (siehe Abbildung 5), Schwerpunkt liegt dabei deutlich im Alpenraum, dort kann es auch anhaltend schneien. Weiter im Norden Deutschlands wird die Vorhersage schwierig, denn wie es bei Schauern üblich ist, sind diese oft auf einen relativ engen Raum begrenzt. Wenn die Schauer aber treffen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um solch eine Schauerstraße und dann können durchaus erheblich Mengen Neuschnee fallen.

    Auch sonst dürfen noch weite Teile Europas mit Schnee rechnen wie der Osten Englands, und auch im Baltikum wird die Schneedecke noch weiter anwachsen. Bei uns gilt: Genießen sie den Schnee, denn vor allem im Flachland taut vieles recht schnell wieder weg und ab Dienstag ist der "Spuk" erstmal vorbei.... 

    Von: Alexandra Mittermeier


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