Meeresspiegel steigt
Wissenschaftler des Niels-Bohr-Instituts der Universität Kopenhagen haben in einer neuen Studie gezeigt, dass der Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten schneller steigen könnte als bisher gedacht.
Die Klimamodelle, die derzeit vom UN-Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) verwendet werden, sind nicht in der Lage, den raschen Anstieg der letzten Jahre zu erklären. Die dänischen Wissenschaftler haben deswegen einen neuen Ansatz für die Berechnung der Meeresspiegel-Höhe gewählt.
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Dazu wurden Daten aus den letzten 2000 Jahren genutzt. Seit etwa 300 Jahren gibt es sehr zuverlässige Messwerte zur Höhe des Meeresspiegels. Für die Zeit davor konnten die Wissenschaftler historische Aufzeichnungen für einige Orte nutzen. Diese Daten wurden mit der globalen Temperaturentwicklung der letzten 2000 Jahre korreliert.
So war der Meeresspiegel während der Mittelalterlichen Warmzeit etwa 20 cm über dem heutigen Niveau, während der Kleinen Eiszeit im 18. Jahrhundert dagegen etwa 25 cm unter diesem Niveau.
Nimmt man an, dass die Temperatur in den nächsten 100 Jahren um etwa 3 Grad steigt, ergibt sich ein Anstieg des Meeresspiegels von 0,9 bis 1,3 Meter, das ist etwa drei Mal so viel wie bisher erwartet wird.
Gestützt wird diese Theorie von einer Studie der Ohio State University über die Rekordschmelze der Grönländischen Gletscher. Zudem hat die Universität Stockholm kürzlich gezeigt, dass der Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten in der Vergangenheit möglicherweise viel schneller erfolgt ist, als bisher gedacht.
(Hinweis: Bestimmte Rechte an den Bildern vorbehalten.)
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